Hund baden: so pflegst du deinen Hund richtig

Wer kennt das nicht: der Hund hat sich beim Gassi gehen mal wieder ordentlich im Schmutz oder noch schlimmer in Tierhinterlassenschaften gewälzt, ist durchs Unterholz gestreift und sieht nur noch schmuddelig aus, vom Geruch mal ganz zu schweigen. Schnell mal den Hund baden wäre die erste Idee. Aber das soll man doch gar nicht so oft. Was also tun? Wir fassen in diesem Blogbeitrag einmal die besten Tipps rund um das Hunde baden zusammen und verraten, wie du deinen Vierbeiner so pflegst, dass er sich wohlfühlt und seine natürliche Hautschutzbarriere nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Wenn du dich für das Thema „Baden von Hunden in Pools und Seen“ interessierst bist du hier richtig.

 

Wie oft und in welchem Fall darf ich meinen Hund baden?

Für das Baden deines Hundes gilt: nur wenn es nötig ist und am besten nicht zu oft, vor allem im Winter nur in Ausnahmefällen. Eine Faustregel ist: maximal sechsmal pro Jahr baden. Als Verwandter des Wolfs ist jeder Hund so ausgestattet, dass er theoretisch gar nicht baden müsste: das Fell ist mehrschichtig, und leitet über einen natürlichen Fettfilm Schmutz und Feuchtigkeit normalerweise ab. Gut, ein freilaufender Wolf wohnt auch nicht mit uns zusammen und belästigt uns mit seinem Geruch oder trägt anhaftenden Schmutz in unsere Wohnung.

Unsere Empfehlung, wenn dein Hund kurzhaarig ist: vor allem im Winter genügt das Abrubbeln mit einem Hunde-Handtuch oftmals schon als grobe Pflege deines Vierbeiners, mit Geduld und Muße kannst du Restschmutz danach sanft auskämmen. Das schont die Hautschutzschicht, die durch zu häufiges Baden angegriffen werden kann. Vor allem bei Welpen ist diese Hautschutzschicht noch im Aufbau, darum solltest du Welpen niemals baden, denn durch das Austrocknen der Haut danach kann ein Pilz- oder Parasitenbefall die Folge sein.

Tipps zum Baden deines Hunds  

Was muss ich beim Baden meines Hundes beachten?

Wenn du ums Baden nicht herumkommst, ist es wichtig, dass du deine Badewanne oder Duschkabine mit einer rutschfesten Unterlage ausstattest, damit dein Hund Halt auf dem glatten Boden findet und nicht ausrutscht. Sei während des ganzen Badevorgangs entspannt, rede mit deinem Hund und werde nicht hektisch. Ist alles geschafft, haben sich bei unseren Hunden auch Leckerlis als Belohnung bewährt.

Wenn dein Hund in der Badewanne oder Duschkabine steht, beginne damit, ihn mit vorgewärmtem Wasser und einem sanften Strahl der Duschdüse von unten nach oben nass zu machen, also von den Pfoten über den Rücken bis zum Kopf. Falls du Shampoo verwendest, dusche ihn anschließend gründlich ab und trockne ihn mit einem saugfähigen Hunde-Handtuch.

Hund mit Bademantel

Hebe ihn danach aus der Wanne und lass ihn sich kräftig abzuschütteln, in einer großen Duschkabine oder wenn du ihm vorher ein großes Handtuch drüberlegst, hast du anschließend den geringsten Reinigungsaufwand. Im Sommer kannst du ihn zum Abschütteln und Trocknen auf die sonnige Terrasse lassen. Im Winter musst du unbedingt darauf achten, dass er nicht in Zugluft steht und idealerweise in der Nähe einer Heizung liegt, während er trocknet. Hier ist auch die Nutzung eines saugfähigen Hunde-Bademantels empfehlenswert. Durch den Hunde-Bademantel trocknet zudem das Fell schneller und einer eventuellen Erkältung wird ebenfalls vorgebeugt. Beschäftige ihn an diesem Platz oder gib ihm etwas zu kauen, damit er den Platz nicht wieder schnell halb getrocknet verlässt. Föhnen ist nur bei sehr langhaarigen Rassen eventuell notwendig: nutze dafür die niedrigste Stufe und halte den Haartrockner nicht zu nah ans Fell.

Profi-Tipp zum Baden deines Hundes im Winter: bade deinen Hund idealerweise abends, da die Haut in der kalten Jahreszeit länger zum Trocknen und Regenerieren der Fettschicht benötigt. Ist er vollkommen trocken, kannst du mit der Fellpflege mit einer guten Hundebürste beginnen, denn erst jetzt verfilzt nichts mehr oder ziept. Mehr zum Thema Fellpflege erfährst du in unserem Artikel „Hunde Fellpflege: Tipps zur Pflege jedes Hundefells“.

Hund beim Baden

Welches Shampoo ist für meinen Hund empfehlenswert?

Gut zu wissen: bei den meisten kurzhaarigen Rassen genügt das Abbrausen mit reinem Wasser. Falls das doch mal nicht reicht, hier unsere Empfehlungen. Wichtig ist, dass du für deinen Hund ein spezielles Hundeshampoo nutzt. Benutze niemals dein Menschen-Shampoo für deinen Vierbeiner. Im besten Fall verwirrt der Geruch deinen Hund lediglich und übertönt seinen eigenen Geruch, sodass dein Hund sich beim nächsten Spaziergang hin und her wälzt, um den Geruch loszuwerden – kontraproduktiv nach dem Baden. Im schlimmsten Fall enthält dein Shampoo Inhaltsstoffe, die deinem Hund so gar nicht gut bekommen und seinen natürlichen Haut-Säureschutzmantel angreifen. Das erkennst du daran, dass sich dein Hund kratzt, die Haut gerötet ist oder austrocknet.

Tipp: nutze das Shampoonieren gleich für eine kleine Massage deines Hundes. Und achte beim Abbrausen unbedingt darauf, dass das Shampoo nicht in seine Augen oder Ohren gerät, denn auch das mildeste Hundeshampoo kann dort unangenehm sein oder Entzündungen nach sich ziehen.

Diese Inhaltsstoffe sollte dein Hundeshampoo auf keinen Fall enthalten:

  • Duftzusätze
  • pH-Wert unter 7,4
  • Natrium-Lauryl
  • Phthalate
  • Moschus
  • Formaldehyd


Wir von Sabro verwenden beim Baden für unsere Hunde, ganz gleich, ob kurzhaarig oder langhaarig, ein spezielles Hundeshampoo, dass sehr mild und sensitiv ist. Genau aus diesem Grund bieten wir es auch in unserem Shop an.

 

Welches Ritual hast du mit deinem Hund beim Baden? Badet dein Hund gern oder musst du ihn überreden? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen rund um das Baden deines Hundes.

Kommentare

  • Ich habe eine Tibet Terrier Hündin und muss diese schon mal öfters baden. Oft gibt es eine Unterbodenwäsche, wenn sie mal wieder jedes Dreckloch mitgenommen hat oder wir bei nasser Witterung mit dem Pferd unterwegs waren. Alle 4-6 Wochen wird sie komplett gebadet mit hochwertigem Hundeschampo...so bleibt das Fell geschmeidig und knotenfrei.

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