Hunde und Kinder: das musst du wissen

Tipps rund um Hunde und Kinder am Beispiel des Schulhunds Liko

In Zeiten der  Corona-Virus Pandemie ist die Zahl an neuen Hundebesitzer*innen deutlich gestiegen. Es sind auch viele Familien mit Kindern darunter, denn natürlich wünschen sich die Kleinen fast alle einen Hund und es ist ja auch etwas sehr Schönes, wenn Kinder mit Tieren aufwachsen können.

Im Zusammenleben mit dem „Raubtier“ Hund sollte es aber wichtige Regeln geben, die man den Kindern von Anfang an nahe bringen muss, denn leider kommt es doch häufiger zu unschönen Vorfällen und auch Bissen, wenn man diese nicht beachtet.

Hier trifft den Hund in der Regel keine Schuld, sondern vorrangig seine Halter. Kinder sollten auch nicht mit Hunden unbeobachtet sein, die Erwachsenen sollten immer ein Auge darauf haben.

Was du beachten solltest, wenn ein Hund zu deiner Familie gehören soll und wie du Kinder darauf vorbereitest, verraten wir dir hier.

Mit dabei als Praxisbeispiel: der in der Ausbildung befindliche Schulhund Liko, ein Aussie-Labbie-Mix, der gemeinsam mit der angehenden Sonderpädagogin Sabrina mit Kindern im Klassenzimmer arbeitet. Mehr über Schulhund Liko findest du auf seinem Blog bei Instagram.

SABRO Tipps rund um Kinder und Hunde 

Was ist ein Schulhund überhaupt?

Fragen wir doch direkt Sabrina: „Der Einsatz eines Hundes in der Schule fällt unter den Begriff der tiergestützten Pädagogik. Das ist eine zielgerichtete, geplante und strukturierte Intervention, die von professionellen Pädagogen durchgeführt wird. Der Fokus der Aktivität liegt auf akademischen Zielen, auf pro-sozialen Fertigkeiten und kognitiven Funktionen. Der Schulhund verbringt regelmäßig eine gewisse Zeit im Klassenraum und im Unterricht. Er wird von einer für den pädagogischen Hundeeinsatz ausgebildeten Lehrperson geführt, in diesem Fall von mir. Der Hund wird speziell für den Einsatz mit Menschen sozialisiert und ausgebildet. 

Was macht ein Schulhund?

Auch darauf hat Sabrina eine Antwort: „Die Erfahrungen zeigen, dass Sozialverhalten, Motivation, Konzentration, Klassenklima und die Lust auf Schule durch die Anwesenheit eines Schulhundes im Unterricht günstig beeinflusst werden. Durch die Anwesenheit und den Kontakt zum Hund wird die Ausschüttung des Glückshormons Oxytocin erhöht und der Stresspegel (Hormon: Kortison) reduziert. Dadurch können sich die Schüler*innen besser konzentrieren und entspannter lernen. Das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler wird gesteigert, es beeinflusst die Stimmung sowie die Lernatmosphäre und das damit verbundene Klassenklima.

Der Schulhund hilft den Schülern dabei, ins Gespräch zu kommen: die Schwelle zur Kontaktaufnahme ist geringer und der Hund bietet direkt einen Gesprächsanlass. Auch Kinder, die am Rande der Klassengemeinschaft stehen, werden so integriert, da der Hund ohne Vorbehalte alle Kinder bedingungslos akzeptiert, was zu einer positiveren Selbstwahrnehmung führt.

Schüler*innen, die eher misstrauisch anderen Menschen gegenüber sind, übertragen ihre Beziehungsmuster und -erfahrungen auf die Lehrer, jedoch nicht auf den Hund und seine begleitende Lehrkraft. Das erleichtert den Aufbau einer guten Lehrer-Schüler-Beziehung und legt den Grundstein für erfolgreiches Unterrichten und Erziehen.“

Infos über Schulhunde 

Das ist Liko’s Alltag in der Schule

„Liko wird an einem sonderpädagogischem Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung eingesetzt. Er kommt einmal in der Woche mit in meine Klasse. Morgens wird er im Unterricht eingesetzt, nach der Pause findet eine Hunde AG statt. An diesem Tag übernehmen die Schülerinnen und Schüler durch verschiedene Hundedienste (Kehrdienst, Wassernapfdienst etc.) Verantwortung.

Während den Arbeitsphasen sorgt Liko für eine ruhige Lernatmosphäre und erhöht die Konzentration und Aufmerksamkeit. Außerdem fördert er das soziale Miteinander der Klasse und fördert das Selbstbewusstsein einiger Schüler. Ein weiteres Ziel des Einsatzes von Liko ist die Schulung des Regelverständnisses. In der Hunde AG lernen die Schülerinnen und Schüler den korrekten Umgang mit dem Tier Hund. Durch den richtigen Umgang mit Hunden wird das Unfallrisiko mit Hunden im Alltag minimiert.

Ein weiteres Ziel der Hunde AG ist das intensive Auseinandersetzen mit der eigenen Körpersprache und der Körpersprache des Hundes. Des Weiteren wird in der Hunde AG die emotionalen und sozialen Kompetenzen gefördert. Kinder mit Schwierigkeiten im emotionalen und sozialen Bereich lernen über den Umgang mit Liko Rücksichtnahme, Sensibilität und sozial angemessene Formen der Selbstbehauptung. Durch die direkte und unmittelbare Reaktion des Hundes erhalten die Schülerinnen und Schüler eine direkte Rückmeldung ihres eigenen Verhaltens, agieren sie zum Beispiel aggressiv, zieht sich Liko direkt zurück. Dennoch ist Liko nicht nachtragend. Bei adäquatem, nicht aggressivem Verhalten erhalten die Schüler eine direkte positive Rückmeldung.

Die Schülerinnen und Schüler lernen und erleben durch den Hund ein empathisches Miteinander. Die in diesem Setting erlernten Verhaltensregeln lassen sich auch auf andere Situationen übertragen. Der Einsatz von Liko wird im Klassenbuch vermerkt und in einem Einsatztagebuch dokumentiert. Ich konnte sehr schnell feststellen, dass meine Klasse entspannter und ruhiger ist, wenn Liko dabei ist. Er zaubert den Schüler*innen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht, sodass sie sich die ganze Woche auf den Likotag  am Freitag freuen.“

Schulhund Liko mit SABRO Kudde Hundebett

Was muss man beachten, wenn ein Hund mit in die Schule soll?

Sabrina: „Ich absolviere mit Liko eine Ausbildung, die aus Theorie zu verschiedenen Themen zum Hund, aus Praxis zum Hundetraining und der Verbindung zur Schule besteht und eineinhalb Jahre dauert. Liko wurde entsprechend seiner Aufgabe als Schulhund ausgewählt, da er ein freundliches Wesen hat und aggressionslos ist. Er wächst in meiner Familie auf. Die Haltung und der Einsatz von Liko erfolgt selbstverständlich unter Berücksichtigung aller tierschutzrechtlichen Vorgaben. Bevor Liko mit in die Schule kam, durfte er alle Räumlichkeiten ohne Kinder kennenlernen und die Kinder mussten ein paar Regeln lernen.“

Wichtig ist zudem, dass der Hund auch außerhalb seines Zuhauses passende Accessoires dabei hat. Um einen guten Liegeplatz unterwegs zu gewährleisten, ist eine Liegematte wie Resor wunderbar, zum Trinken sollte man einen Wassernapf wie Bil dabeihaben, bei dem dank des hochgezogenen Rands nichts überschwappt. Ebenso unverzichtbar: ein Spieltier wie Gans Önne, das dem Hund das Gefühl gibt, ein Stück Zuhause bei sich zu haben, das er spielerisch mit den Kindern teilen kann (aber nur, wenn der Hund das signalisiert).

Wichtig: diese Top 10 Hunderegeln sollten Kinder unbedingt lernen

Kinder, die mit einem Schulhund im Klassenraum sitzen, müssen vorher ein paar Schulhundregeln lernen. Diese lassen sich auch auf alle anderen Hunde und Kinder anwenden. Denn oftmals sind Kinder zu sorglos im Umgang mit Hunden, weil sie von anderen Mitmenschen eher ein Entgegenkommen kennen. Hunde jedoch reagieren ungewohnt und anders. Und wenn man ihnen ihr Spielzeug wegnimmt, können sie schon mal bissig werden. Gleiches gilt für grobes Stören, etwa beim Schlafen. Kinder, die gern mal Mama oder Papa erschrecken, werden beim Hund mit einer völlig anderen Situation konfrontiert. Daher sollte man sie gut vorbereiten und sich Zeit nehmen, ihnen zu erklären, was sie mit dem Hund dürfen und was der Hund nicht mag. Die Schulkinder von Schulhund Liko haben eine Regelliste, die wir hier mal auf alle Kinder und Hunde angepasst haben. Ob als Gebotsliste für den Kühlschrankmagneten oder anhand von für Kinder nachvollziehbaren Beispielen („Du möchtest doch auch nicht, dass man dir das Spielzeug wegnimmt…“) – bereite dein Kind unbedingt auf den Einzug eines Hundes in sein Leben vor. Nur so vermeidest du ungewollte und unangenehme Überraschungen.

Gebote für Kinder mit Hund


Die zehn Gebote für Kinder mit Hund:
 

  1. Ich nehme meinem Hund nichts weg (Spielzeug, Futter, Kauknochen etc.)
  2. Ich störe meinen Hund nie an seinem Schlafplatz
  3. Mein Hund entscheidet, wann er geht und wann er bleibt – ich gehe ihm nicht hinterher
  4. Ich habe mein Essen und mein Hund hat seins – ich füttere ihn nicht ohne Erlaubnis
  5. Es darf immer nur einer zurzeit meinen Hund streicheln und das nur an seinen Lieblingsstellen
  6. Ich erschrecke meinen Hund nicht, schreie nicht laut und bewege mich ruhig und ohne Hektik
  7. Ich bin immer lieb zu meinem Hund und darf ihn nicht ärgern, z.B. an den Ohren oder an der Rute ziehen
  8. Ich gebe Leckerlies immer mit der flachen Hand und wasche anschließend gründlich meine Hände
  9. Ich frage einen Erwachsenen, bevor ich einen Trick mit meinem Hund mache
  10. Ich mache meinen Schulranzen immer zu und räume meinen Müll und meine Essensreste weg

 

Welche Erfahrungen hast du gemacht, als ein Hund in eure Familie kam. Wie hast du deine Kinder darauf vorbereitet? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

Kommentare

  • Unser Familienzuwachs zieht am kommenden Wochenende bei uns ein! Unsere Kinder haben viel durch die Hunde gelernt , die es schon in der Familie gibt( Tante und Oma) . Sie wissen genau , was sie in welcher Situation tun oder lassen sollen! Da kann ich mich auch voll auf die beiden verlassen und sie freuen sich schon sehr auf unsere "Krümel".

  • Unsere Tochter war vier, als unser Marlo, ein Weimaraner/ Ridgeback Mix bei uns einzog. Die Verbindung war von Anfang an großartig. Vieles mussten wir gar nicht zum Thema machen. Intuitiv haben beide (oder wir alle) vieles richtig gemacht. Einen Hundeführerschein find ich für alle Kinder ganz wunderbar. Damit die Kids auch ohne Haustier wissen, was sie dürfen und nicht dürfen, wenn ihnen draußen ein Hund begegnet ...

  • Ich finde es toll, dass es Schulen gibt die mit Schulhunden arbeiten. Das ist eine Bereicherung für die Kinder. Mit Kindern habe ich keine Erfahrung, aber da ich mit Menschen mit Behinderung arbeite und meinen Hund auch öfter mitnehme, müssen da auch manchmal ähnliche Regeln erklärt werden ;)

  • Kommt ein Hund in eine Familie, braucht er ein Rückzugsort. Jedes Familienmitglied darf ihn dort nicht stören. Bei uns ist es die Kudde. Absuluter Ruheplatz für den Hund.

  • Bei uns ist im letzten Jahr unsere aussie junghündin Pummi als zweithund zu unserer goldie Oma eingezogen. Da unsere goldie Oma uns im Oktober verlassen musste, wussten wir mit etwas Abstand braucht unsere Aussiehündin Pummi wieder eine Freundin. So ist im Januar Aussie Welpe baty eingezogen. Dazu meine nun 6 jährige Tochter Lena. Wir haben schon von Anfang an mit ihr Verhaltensregeln definiert das sie freundlich mit unsere Hunden umgehen muss und oft Erklärung angewendet das sie auch nicht möchte das man sie zum beispiel so fest am Hals umarmt oder wie es auf sie wirkt wenn man ihr frontal ins Gesicht fest. Darüber hinaus beziehen wir sie in die Trainings mit den Hunden ein. Sie füttert unseren Welpen oft aus der Hand damit die Bindung gestärkt wird und übt mit mir zusammen Pfötchen geben, sitz, platz, Rolle ect. Gerne macht sie den Hunden such vor wieman durch den agility Tunnel rennt;-) Was ihr auch im Umgang hilft ist, wenn sie etwas absolut super gemacht hat z.b. perfektes Timing im Verhalten zum Hund positiv hervorzuheben. Damit kriegt sie von uns die positive Bestärkung die auch für ihre Entwicklung wichtig ist und stäkt die ganze Familie.

  • Als wir unseren ersten Hund bekamen, haben wir unseren Kindern erklärt, wie sie sich verhalten sollen. Als erstes sollte der Hund uns in Ruhe kennen lernen. Sein Korb, war sein Platz, wenn er unter dem Tisch lag, wollte er seine Ruhe. Nicht das Futter wegnehmen. Sie sollten ihn respektieren.
    In der Schule haben wir auch einen Schulhund. Es gibt nichts schöneres für die Kinder, um den Umgang mit einem Tier zu lernen, auch mal eigene Bedürfnisse zurückstellen, zur Ruhe zu kommen.
    Das Sozialverhalten bessert sich bei Kindern, die vorher nur sich gesehen haben.
    Die Liebe, die ein Hund gibt ist bedingungslos.

  • In meinem familiären Umfeld gibt es keine Kinder, jedoch in unserer Hausgemeinschaft. Die Kinder sind 5 und 2. Lenny mein 5jähriger Labrador mag es nicht von fremden Menschen gestreichelt zu werden. Das war das erste was ich den Kindern gesagt habe- sie sollen fragen ob sie ihn streicheln dürfen. Bei Begegnungen hält jeder seinen Raum u.a. auch bei dem Thema Spielzeug. Aufgrunddessen das jeder seinen Raum hält ist es ein harmonisches Miteinander mit den Kindern im Haus.

  • Meiner Meinung nach ist das beste was Kindern im Leben passieren kann, wenn sie mit Tieren aufwachsen dürfen. Man lernt so viel für leben von Tieren.
    Regel gehören einfach dazu und das müssen Kinder auch lernen.

  • Ich finde Hund und Kind ja eine prima Kombi. Aber nur, wenn beide Seiten das auch „Händeln“ können.
    Gerade jetzt sehe ich viele Kinder, die alleine mit dem Hund spazieren gehen. Das ist bestimmt ein tolles Gefühl - so alleine mit dem Hund. Aber dann müssten die Eltern auch eine gewisse Vorarbeit in der Erziehung des Hundes geleistet haben. Und leider treffe ich momentan viel auf das Gegenteil- gestresste Kinder mit latent aggressiven Hunden :-(

  • Hunde sind wundervoll für Kinder! Man lernt es sanft zu sein zu Wesen, die sich teilweise nicht wirklich wehren können oder wollen. Und Menschen, die mit Tieren aufgewachsen sind, leben länger.

  • Sehr schöner Beitrag, ich bin vom Babyalter an mit Hunden groß geworden und hatten immer Hunde in der Familie und das zieht sich bis heute fort und ich möchte keine Zeit mit ihnen missen. Meine zwei Kinder sind ebenfalls dadurch mit Hunden groß geworden und haben heute auch selbst welche in ihren Familien.

  • Bei uns war der Hund vor den Kindern da, somit mussten wir dem Hund beibringen, das Baby nicht den ganzen Tag zu beschützen :-) Akzeptiert hat er es sofort. Als dann unser Kind etwas älter war, haben wir ihm natürlich auch beigebracht, dass es gewisse Regeln beim Umgang mit dem Hund gibt und somit gab es nie eine problematische Situation und die beiden waren ein Herz und eine Seele ♥️

  • Meine Hündin Neela begleitet mich seit fast vier Jahren in den Kindergarten. Wir haben eine Ausbildung als Pädagogisches Begleithundeteam. Die Kinder lieben den Hund und die Kinder, welche zu Beginn Angst haben, nähern sich in ihrem Tempo an.... Kinder und Tiere sind ein super Team und ich finde es sooo toll das ich die Beiden Lebewesen zusammenbringen kann....

  • Wir haben einen super lieben aber auch sensiblen Australian Shepherd. Man kann im Grunde alles mit ihm machen, nichts desto trotz ist er für uns ein Familienmitglied und dieser wird nicht unfair behandelt. Einige Punkte die oben aufgezählt sind haben wir ebenso gehandhabt oder tuen es noch heute wie zb kein Essen wegnehmen, nicht schreien oder rennen, keine fangspiele (Hütehund!). Mama gibt die Kommandos und trainiert mit dem Hund, meine Tochter darf ihm mit mir zusammen Kunststücke beibringen. Wir drei sind echt ein super Team.

  • Bei uns ist es zu 90% wie oben beschrieben. Wir haben einen Chihuahua und wir kommen als Familie wunderbar aus. Der Hund ist für uns ein vollwertiges Familienmitglied. Unser Kind hält sich auch wunderbar an die Sachen und hat mit dem kleinen Hund super viel Spaß. Die beiden gehen durch dick und dünn

  • Sie sind einfach gemeinsam aufgewachsen und es war und ist auf beiden Seiten die große Liebe! ?

  • Toller Beitrag! Finde die Liste sehr gut

  • Ich finde es super wenn Kinder die Möglichkeit haben mit Hunden aufzuwachsen. Was durch Hunde möglich ist ist überraschend. Kinder die schüchtern sind gewinnen an Selbstvertrauen, lernen von Hunden und mit Hunden. Sie müssen lernen auch den Abstand wenn es ein Hund benötigt zu akzeptieren und respektieren. Der Hund sollte sich die Möglichkeit für einen Rückzugsort haben.

  • Sehr interessanter Beitrag. Ich denke, dass gerade in diesem Bereich sehr schnell Fehler durch Unachtsamkeit entstehen können.

  • Wie immer ein sehr interessanter und sehr informativer Bericht. Unsere kleine Luna adoptierten wir im Frühjahr 2018 aus Rumänien. Ein ausgesetztes kleines Mädchen mit ihren 3 Geschwistern gerade mal 4 Wochen alt. Alle hatten die Parvovirose und nur unsere kleine Prinzessin Luna überlebte. Ich verliebte mich sofort in sie als ich sie sah. Luna sollte mit 4 Monaten ausreisen aber weil sie noch sehr kränklich war verschob sich ihre Ausreise um 14 Tage. Endlich kam sie und unser Enkel Luca war mehr als glücklich über unser neues Familienmitglied.,Luna ist ein Chihuahua Mischling und sehr temperamentvoll und selbstbewusst. Luca und sie verstanden sich auf Anhieb und Luca ( damals 7 Jahre ) verstand sehr schnell wie man mit einem so kleinen Welpen umzugehen hat. . Das sie kein Spielzeug ist und das er verantwortungsvoll mit ihr umgeht und spielt. Nach einer längeren Eingewöhnungszeit meldeten wir die beiden in der Hundeschule an. Stolz als kleiner „Hundeführer“ absolvierten die beiden mit Bravour die Hundeschule. Luna ist ein schlaues , gewitztes kleines Mödchen und hat Hummeln im Hintern. Die beiden sind ein ❤️ Und eine Seele. Wenn Luca kommt, ist Luna außer dich vor Freude und die beiden spielen und studieren kleine Tricks ein. Das liebt Luna genauso sehr wie Luca. Luca war während der Corona Zeit 1 Woche bei uns , und Luna genoss seine Nähe. Luca und sie in einem Bett. Als Luca wieder zuhause war, suchte Luna ihn jede Nacht und lief weinend umher. Nachdem wir alles andere ausgeschlossen hatten, dachten wir .... ob sie Luca vermisst ? also holten wir ein T-Shirt von ihm und legten sein Kissen ins Bett. Und siehe da , unsere kleine Prinzessin war zufrieden und trohnte auf seinem Kissen , eingekuschelt in sein Shirt. Seitdem ist es quasi ihr Kissen. Luca sagt jetzt immer er ist ein Hundeflüsterer?. Wir waren mehr als beeindruckt. Wir sind froh und glücklich das wir unsere kleine Prinzessin in unserem Leben haben und freuen uns über die innige und tiefe Freundschaft die die beiden verbindet❤️

  • prima Idee..würde auch gerne meine Hunde mit zur Arbeit nehmen..leider ist meine Arbeit dafür nicht geeignet..

  • Wieder ein ganz toller und sehr sehr Interessanter Artikel. Dem ist nichts hinzuzufügen. Die "Regelliste" ist soooo wichtig. Wir haben sie ebenfalls zuhause und gehen sie Regelmäßig mit den Kids durch. Bitte mehr von solchen wichtigen Artikeln :)

  • Ein guter Beitrag. Als unser erster Hund, ein Golden Retriever bei uns einzog waren unsere Kinder 6 und 4 Jahre alt. Für die beiden war es ein wichtiger Lernprozess auch auf die Bedürfnisse des Hundes einzugehen und ihn zu respektieren und auch Verantwortung zu übernehmen. Unsere Kinder sind mit unserem Ben aufgewachsen und er war wie ein guter Freund für sie. Jetzt sind beide erwachsen und es ist wieder ein Welpe bei uns eingezogen. Diesmal ein Magyar Vizsla. ❤️.

  • Vielen Dank für den Artikel und vorallem für die Regelliste. Wir müssen uns noch ein bisschen gedulden bis unser Hündchen einzieht, aber die Kinder können nun schon jetzt die Regeln lernen, so dass es dann selbstverständlich für sie ist und sie wissen wie sie mit dem Hund umgehen sollen. Herzlichen Dank dafür.

  • Ein sehr schöner Beitrag!
    Schulhunde sind eine wundervolle Möglichkeit Kindern Empathie auf einer ganz anderen Ebene zu ermöglichen und ganz nebenbei lernen sie, sich an Regeln zu halten. Das schöne ist, dass auch Kinder, die zu Hause vielleicht nicht die Chance auf einen Hund haben, diese tollen Begleiter trotzdem sehr nah miterleben.
    Ich selber hatte von klein auf das Glück mit Hunden aufzuwachsen und habe durch sie ganz viel mitgenommen!
    Jetzt (ich bin 20) habe ich meinen eigenen Hund, viel Einfühlungsvermögen und Erfahrungen im Zusammenleben mit den schönen Tieren.
    Ich trainiere viel mit meiner Hündin, aber neben der Auslastung, die z.B. als Schulhund sehr hoch sein kann, ist ein gemütlicher Rückzugsort zum entspannen genauso wichtig. Deswegen zieht bei uns das nächste Mal wenn der Postbote kommt unsere erste Kudde ein ?

  • Ein wunderbarer Beitrag ♥️? Besonders das Aufstellen von Regeln ist wichtig, um das harmonische Miteinander zu gewährleisten. Nur wenn Kinder etwas über das tierische Gegenüber lernen, kann eine echte Beziehung entstehen. So klappt es auch bei uns zuhause und mit dem Schulhund in der Klasse ?

  • Ich finde super Interessant die Sache mit dem Schulhund. Sollte mehr solcher Schulhunde geben, damit jedes Kind den Umgang mit Hunden lernen kann, wenn es denn möchte.

  • Wie immer so schön geschrieben!
    Meine Aussie-Hündin Bonnie übt fleißig mit den Patenkindern, bis eigener Nachwuchs einzieht. Sehr praktisch! Von ängstlich bis Hundeversteher ist bei meinen Mädels alles dabei. Deswegen dürfen die Kinder individuell mit Bonnie umgehen. Die 7-Jährige macht sogar Agility mit ihr.
    Wichtigste Übung für den kleinen Hütehund war natürlich: "Ich darf Kindern nicht hinterher rennen. Kinder werden nicht gehütet." :)

  • Einen Hund (oder ein anderes Haustier) zu Hause zu haben, ermutigt das Kind dazu, mehr darüber zu lernen, sich für andere Hunderassen zu interessieren (mein Kind würde zum Beispiel nicht an einem Hund auf der Straße vorbeigehen, ohne zu fragen, welche Rasse es ist), für Katzen, Vögel usw. Kinder fangen an, sich mit der Natur verbunden zu fühlen, ihre natürliche Schönheit zu erkennen.

  • Super Interessant die Sache mit dem Schulhund. Sollte mehr solcher Schulhunde geben, damit jedes Kind den Umgang mit Hunden lernen kann, wenn es denn möchte.

  • Meine Kinder wünschten sich einen Hund. Ich wollte auch einen und dann habe ich einen ausgesucht und abgeholt. Vorher habe ich eine Liste mit meinen Kinder erstellt was sich ein Hund wünscht, wenn einer einziehen würde. Sie wussten zu dem Zeitpunkt nicht, dass bereits zwei Tage Später einer kommen würde. Am Tag der Abholung habe ich die „Wünsche des Hundes“ an den Kühlschrank geklebt und dran geschrieben ab heute Nachmittag gültig.
    Die Freude war riesig. Hund und Kinder wurden ein sehr gutes Team!

  • Kinder und Hunde sind so eine tolle Kombination.
    Ich durfte als Kind mit einem Hund aufwachsen und wünsche es auch jedem Kind..
    Wenn ich ihm Internet Fotos von glücklichen und vertrauten Kind-Hund Beziehung sehe, geht mir einfach das Herz auf.
    Beide können einander sooo viel geben..
    Aber sehr wichtig dabei ist halt, dass Regeln eingehalten werden.
    Darum vielen Dank für diesen sehr hilfreichen Beitrag, der hoffentlich von vielen Eltern, die sich für einen Hund als weiteres Familienmitglied interessieren gelesen wird.

  • Bei uns war es eher erstmal andersrum. Wir hatten zuerst Hunde und dann kamen die Kinder. Wir haben zuerst die Hunde auf die Kinder vorbereitet. Vorher schon mal mit dem Kinderwagen ohne Baby mit den Hunden gegangen, Windeln aus dem Krankenhaus vor Ankunft zu Hause mitgebracht zum schnüffeln. Nach Ankunft beschnüffeln lassen. Unsere Hunde haben das aber ganz toll gemacht. Sie hatten und kannten ihre Rückzugsorte . Unsere Kinder haben daher von klein auf an schon gelernt, was sie in Bezug auf die Hunde dürfen und was nicht und halt andersrum. Und das hat bei uns gut geklappt.

  • Dankeschön für den informativen und interessanten Beitrag :-) Ich würde mich riesig freuen, wenn noch einer folgen würde, wie ich meinen Hund auf ein neues Menschen-Baby vorbereite, wenn er noch nicht viel Umgang mit Kindern hatte.

  • Sehr guter Beitrag. Ich helfe ehrenamtlich auf einem Gnadenhof. Hier haben wir häufig Besuche von Kindern aller Altersstufen. Auch hier versuchen wir den Kindern den richtigen Umgang mit Hunden zu vermitteln.

  • Ich bin mit Hunden großgeworden, wir hatten immer Boxer und haben auch heute noch immer Boxer.
    Gibt nichts besseres für Kinder. Wir haben Verantwortung gelernt, wir hatten immer einen Beschützer, wir haben auch einen Haufen Blödsinn mit dem Hund gemacht.

  • Ich habe leider keine Kinder, aber finde es sehr wichtig, dass Kinder frühzeitig lernen, mit Hunden richtig umzugehen. Daher bin ich froh, dass es immer mehr Schulhunde gibt, denn verständlicherweise kann nicht jede Familie einen eigenen Hund als Familienmitglied
    haben. Kinder sollten von Anfang an lernen, dass man Hunde nicht ärgert, am Fell/Schwanz/Ohren zieht usw. Leider sieht man häufig Fotos im Internet bzw. erlebt es auch real, dass Kleinkinder am (Familien-)Hund herumzerren und die Eltern verkünden ganz stolz, dass ihm das überhaupt nichts ausmacht. Zum Einen kann es selbst dem gutmütigste Hund zu viel sein, beispielsweise weil er Schmerzen hat. Andererseits sehen dies Eltern, die überhaupt keinen Bezug zu Hunden haben und denken, dass jeder Hund das mitmacht und lassen ihre Kinder bei fremden Hunden gewähren.
    Ich selbst habe es wiederholt erlebt, dass Kleinkinder kreischend auf meine Hunde zurennen oder mit Dreirad fahren und kein Elternteil sagt etwas dazu - nein, sie finden es häufig auch noch lustig.
    Daher bin ich froh, dass zumindest Schulkinder die Möglichkeit haben, mit Schulhunden zu lernen.

  • Toller Beitrag! Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Kinder und Hunde die besten Freunde sein können. Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder lernen wie man mit einem Hund agiert und vorallem wie nicht. Ich selbst bin einmal mit meinem Hund spazieren gegangen. Uns kam ein Mädchen mit ihrer Mutter und Oma entgegen. Das Kind lief voraus. Mein Hund lief etwas hinter mir. Als das Kind an mir vorbei war, "grabschte" es auf meinen Hund. Ich war geschockt. Mein Hund zum Glück nicht so sehr. Es ist nichts passiert. Ich sagte dem Mädchen, dass das so nicht geht. Dann kamen Mutter und Oma und lachten. Sie lachten tatsächlich über meine Reaktion. Das schockierte mich noch mehr. Ich kann ein solches Verhalten nicht nachvollziehen. Man stelle sich mal vor, was passiert wäre, wenn mein Hund irgendwie auf diese sinnlose Aktion reagiert hätte...
    Deshalb bin ich wirklich der Meinung, dass Kinder lernen müssen mit Hunden umzugehen. Und Hunde müssen lernen mit Kindern umzugehen.

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