Welcher Hund passt zu mir?

Oder: Passt ein Hund überhaupt zu mir?

Du hast es sicher schon gehört: der Hund ist aktuell stark im Trend, Corona beflügelt bei vielen den Wunsch nach einem Haustier. Man ist mehr zu Hause, Home Office macht es plötzlich möglich und es gibt gerade nicht allzu viele andere Aktivitäten. Wir können diese Gedanken nur allzu gut nachvollziehen, denn auch das SABRO Team ist ein Team aus passionierten Hundebesitzern.

Trotzdem möchten wir in diesem Beitrag auch ein paar kritische Fragen aufwerfen, die du dir ehrlicherweise vor der Anschaffung eines Hundes stellen solltest, wenn du mit einem Vierbeiner liebäugelst.

Ein Hund bedeutet zudem viel Verantwortung für mehrere Jahre (sehr oft viel länger, als die Kinder im Haus sind, die den Hund unbedingt haben wollten). Er belastet den Geldbeutel und schränkt die eigene Freiheit ein.

Mach dir Gedanken über deine eigene Lebenssituation, deinen Beruf, Urlaubswünsche, Verabredungen, Sportvereine etc., denn ein Hund fordert seine Zeit ein, kann nicht immer und überall mit und auch nicht stundenlang allein bleiben. Schon gar nicht als Welpe.

Passt ein Hund zu mir? 

Auch im Hinblick auf Urlaub, der zwar gerade aufgrund der Pandemie zu kurz kommt (aber das ändert sich hoffentlich bald wieder) solltest du überlegen: Flugreisen sind kaum möglich, eine anderweitige Betreuung durch Pensionen kostet Geld und ist eigentlich für den Hund auch eine große Belastung, denn am liebsten bleibt er natürlich bei seinem Rudel. Die Auswahl an Ferien-Unterkünften wird auch eingeschränkt, denn nicht überall sind Hunde als Gäste erlaubt.

Wenn du dir alle diese Dinge gut überlegt und entschieden hast, dass ein Hund bei dir einziehen soll, stellt sich nun die Frage: Welcher Hund passt zu mir bzw. uns, denn es sollte grundsätzlich die ganze Familie einbezogen werden und einverstanden sein.

Ob ein Hund einziehen soll, muss mit der ganzen Familie besprochen werden

 

Diese 3 Fragen solltest du dir vor der Anschaffung eines Hundes stellen:

Wie groß soll der Hund werden? 

Bedenke, dass eine 70 kg Dogge auch ein großes Hundebett braucht, z.B. ist die XXL Kudde 150 x 113 cm groß, und auch das Auto muss den Hund noch sicher transportieren können. Ein kleiner Hund kann bis 6 kg mit dir an Bord in den Urlaub fliegen, aber ihm gehen in einem wuseligen Haushalt mit vielen Kleinkindern vielleicht die Nerven durch.

Wie aktiv soll mein Hund sein?

Sind stundenlange Spaziergänge und Wanderungen deine Passion? Bist du noch richtig fit, um bei jedem Wetter raus zu gehen? Vielleicht sogar joggen oder mit dem Hund Fahrrad fahren? Oder wäre auch ein älterer Hund eine Möglichkeit für dich, der gern viel mit dir chillt und auf dem Sofa kuschelt.

Wie anspruchsvoll ist die Fellpflege?

Viele Rassen müssen regelmäßig zum Hundefriseur und auch zu Hause gebürstet werden. Daran solltest du auch Freude haben, denn diese Pflege ist wirklich nicht nur optischer Natur, sondern diese Hunde leiden auch darunter, wenn zum Beispiel das Fell verfilzt oder die Haare in die Augen wachsen.

Bedenke: nicht immer ist die Rasse, die du dir vielleicht ausgeguckt hast, auch die, die zu deiner Lebenssituation passt.

Lieber ein Welpe oder erwachsener Hund? 

Welpe oder erwachsener Hund, Rassehund oder Mischling?

Ob nun Rasse oder Mischling, Welpe oder ausgewachsener Hund, Tierheim oder Züchter: Der Hund ist ein Lebewesen, kein Artikel, der bei Nichtgefallen „easy“ zurückgegeben werden kann. Er wird seinen eigenen Charakter haben, der sich auch nicht immer an die Rassebeschreibung hält, denn der Hund ist eben manchmal auch nur ein Mensch ?

Soll ein Welpe bei dir einziehen, sei dir bewusst, dass ein Baby einzieht. Er wird viel Zeit brauchen, genau genommen ist er ein Fulltime-Job. Er muss lernen, stubenrein zu werden und kann nicht allein bleiben. Du musst oft mit ihm raus, auch nachts mehrmals und er kann auch das eine oder andere in der Wohnung anknabbern. Ihn an alles zu gewöhnen und ihm die grundlegenden Dinge beizubringen, ist eine große, verantwortungsvolle Aufgabe und diese wird auch noch nach der Welpenzeit andauern, genauer gesagt bis in die Junghundphase.

Es gibt auch keine Geling-Garantie, dass du mit einem Welpen ein perfektes Endergebnis erzielst, was zum einen an uns selbst liegt, denn wer ist schon perfekt? Und auch ein Welpe bringt schon sein Charakter-Päckchen mit, also seine Genetik und Veranlagung.

Ein Hund aus dem Tierheim ist eine Bereicherung 

Ein Hund vom Züchter oder ein Hund aus dem Tierheim?

Gerade für Hundeanfänger kann ein bereits erwachsener Hund die durchaus bessere Wahl sein. Die findet man zum Beispiel wunderbar im Tierheim. Und keine Sorge, dort sitzen nicht ausschließlich „schwer erziehbare“ Hunde. Im Tierheim warten auch viele Hunde, die wunderbar sozialisiert sind, brav an der Leine gehen, schon alleine bleiben können und einfach auf eine zweite Chance warten, weil ihr erster Mensch krank geworden oder verstorben ist. Es gibt unter Hunden auch Scheidungsopfer, oder die Besitzer haben den Job, die Wohnung verloren oder eben einfach keine Zeit mehr, weil sie die oben aufgezählten Punkte nicht bedacht haben.


Fällt deine Wahl auf einen Hund vom Züchter, prüfe immer folgende Dinge:

Unterstütze keine Qualzuchten: einige Rassen sind nicht mehr tierschutzkonform, denn wenn der Chihuahua in eine Teetasse passt, aber die Augen fasst aus dem Kopf fallen oder die Plattnase kaum noch Luft bekommt, ist das einfach Quälerei.

Unterstütze keinen illegalen Welpenhandel aus dem Kofferraum, ohne die Elterntiere zu sehen etc. Du rettest diese Hunde auch nicht, wenn du sie kaufst, sondern förderst damit nur die Produktion von „traurigem Nachschub“.

LEbt der Hund in der Stadt oder auf dem Land? 

Wird mein Hund ein Stadthund oder Landhund?

Bei der Entscheidung für einen Hund spielt das gesamte Umfeld eine große Rolle. Wohnst du einsam auf dem Land oder in der Stadt? im Mehrfamilienhaus, sollte dein Hund nicht dauernd bellen, um das Nachbarschaftsverhältnis nicht zu gefährden, was eventuell eine Hundeschule und weitere Kosten nach sich zieht. Wohnst du im vierten Stock, sollte dein Hund besser keine Geheinschränkungen haben. Wohnst du mitten in der Stadt in einem typischen Ausgehviertel, solltest du vorher nach geeigneten Flächen zum Gassigehen schauen. Einige Hunde mögen zu viele Menschen um sich herum zudem nicht. Ist der Hund auf dem Land viel draußen oder in der Stadt eher drinnen? Auch das sollte sich unbedingt auf deine Entscheidung auswirken.

Es gibt ca. 360 wahnsinnig tolle, verschiedene Hunderassen und daher ist dies wirklich keine leichte Entscheidung. Wenn man dann noch die vielen Mischlinge dazu zählt. Wir werden in Kürze immer mal ein paar Rassen in unserem Blog vorstellen.

Wir verzichten bei diesen Rasseportraits bewusst auf den „kinderlieben Labrador“ und den „kleinen Chihuahua für die Stadtwohnung“. So pauschal lässt sich das nämlich nicht sagen.

Und wie gesagt: Wenn du jetzt in den Zeiten des Lockdowns mit dem Gedanken spielst, dir einen Hund zuzulegen, um mehr draußen zu sein oder zuhause Gesellschaft zu haben, bedenke bitte, dass jede Pandemie irgendwann vorbei ist und plötzlich wieder Flugreisen, Konzerte, Theaterbesuche und andere, eher hundeunfreundliche Aktivitäten wieder stattfinden werden.

Teste das Leben mit Hund 

Teste vor der Anschaffung eines Hundes, wie sich dein Leben mit Hund ändern würde

Wenn du im Bekanntenkreis Hundebesitzer*innen hast, nutzte die Chance und taste dich an einen Hund heran. Geh mal mit ihm Gassi oder kümmere dich um ihn in der Ferienzeit, wenn du es dir zutraust. Viele Tierheime bieten zudem so genannte Hunde-Patenschaften an, bei dem du mit ein und demselben Tier regelmäßig Gassi gehen kannst und es somit kennenlernst. Das ist ein guter Weg, um die Anforderungen an ein Leben mit Hund einschätzen zu können. Auch wenn dann in Echt wahrscheinlich vieles anders kommen wird als du denkst. Aber sei beruhigt: zumeist schön anders ?

Abschließend musst du noch bedenken, dass du eine komplette Erstausstattung als neuer Hundebesitzer benötigst: ein vernünftiges Hundebett wie das Kudde, Futter- und Trinknapf, Hundeleine und Halsband, vielleicht ein spezielles Welpen-Geschirr, Pflegeaccessoires, hochwertiges Hundefutter, Spielzeug und vieles mehr. Ein Hund  ist eine echte Anschaffung, auch im finanziellen Sinn.

 

Checkliste vor der Anschaffung eines Hundes:

  • Überlege dir, ob du unbedingt mit einem Welpen von Null starten möchtest oder ob ein erwachsener Hund nicht auch eine Bereicherung für dich wäre.
  • Soll der Hund eher sportlich, kinderlieb, pflegeleicht oder kompakt sein?
  • Überlege dir, ob du einen Hund vom Züchter holst oder einem Hund aus dem Tierheim ein neues liebevolles Zuhause schenken möchtest.
  • Frage dich, wie temperamentvoll der Hund sein darf.
  • Prüfe dein Lebensumfeld, deine Wohnraumgröße und deine Region: ist es für einen Hund überhaupt geeignet? Leben Kleinkinder im Haushalt?
  • Kalkuliere pro Monat mit durchschnittlichen Zusatzkosten für Futter, Hundesteuer, Hundehalterhaftpflicht, Ausstattung, Arztbesuche etc. von rund 75 Euro pro kleinem Hund bis zu 200 Euro für einen großen Hund.
  • Überlege dir vorher, wie lange dein Hund alleine zu Hause wäre, während du arbeitest oder ähnliches, oder ob der Hund mit dir zur Arbeit dürfte.
  • Frage dich, wie viel Zeit du für den Hund investieren möchtest: große Rassen benötigen zumeist mehr Auslauf und Zeit fürs Gassigehen.
  • Bewerte dein eigene Fitness und dein Lebensalter. Wäre eine graue Schnauze, die schon älter ist, nicht auch eine tolle Option?
  • Checke deine Reisegewohnheiten. Bist du viel unterwegs? Wenn ja, kann der Hund dich begleiten? Oder bist du bereit, eventuell auf Flugreisen zu verzichten?

  

Wie bist du auf den Hund gekommen, der jetzt bei dir ist? Teile deine Erfahrungen mit uns. Wir freuen uns auf schöne Geschichten.

Kommentare

  • Unser Diego kam von Bulgariens Straßen nach Deutschland und genießt jetzt sein Leben in vollen Zügen. Auch wenn es nicht immer leicht war, hat es sich definitiv mehr als gelohnt diesen traumhaften Hund von der Straße zu retten. Seine Liebe gibt ihr nun doppelt und dreifach zurück. Dennoch sollte sich jeder zukünftige Hundebesitzer vorher im Klaren darüber sein, ob er die nötige Zeit hat, um einem Hund gerecht zu werden.

  • Bitte Tierschutz Hunden eine Chance geben! Das sind tolle Unikate und da findet auch jeder den passenden Vierbeiner ❤️

  • Ich wurde immer wieder von Menschen enttäuscht, ohne dass ich mich davor gescheut habe immer wieder Menschen kennenzulernen. Irgendwann dachte ich mir, ich hätte gern eine Lebewesen an meiner Seite, der/die bedingungslos zu mir steht. Egal ob es mir gut oder nicht, egal ob ich genug Geld habe und sich immer freut mich zu sehen. Ohne Erfahrung habe ich mich für eine Labrador Hündin interessiert. Irgendwann zog Naya bei mir ein. Völlig ahnungslos was mich erwartet habe ich mich Stück für Stück in das Thema Hund vertieft und wusste sehr schnell, es war die Beste Entscheidung meines Lebens. Ich liebe sie so sehr. Sie hat am Anfang so viel Blödsinn gemacht und ich denke mit einem Lächeln daran zurück und bin stolz was aus meiner Naya geworden ist. Voller Power, Energie und Mut, aber immer kontrollierbar und lieb. Jetzt kommt sie langsam ins Alter und ich versuche mich auch darin zu vertiefen um ihr einen schönen Lebensabend zu bereiten. Tiere sind so wundervoll. Dafür gibt es keine Worte. Ganz besonders meine Naya. ❤️

  • Also auf meinen/unseren Hund bin ich durch eine Arbeitskollegin gekommen die nebenbei in einer Hundeschule arbeitet. Eine Kundin von dort ist im Tierschutz tätig und hat eine Hochschwangere Hündin aus Kroatien übernommen. Meine Kollegin wusste von dem Wunsch nach einem Hund und aus nur mal gucken gehen ob ein Hund für uns dabei ist, ist dann liebe auf den ersten Blick geworden und 6 Wochen später durfte dann unsere Hündin bei uns einziehen. Ich wollte immer einen aktiven Hund mit dem man arbeiten muss und genau das haben wir auch bekommen . Sie ist mein Seelenhund wir verstehen uns einfach blind. Die Zeit war nicht immer einfach da sie sehr Selbstbewusst ist und mich am Anfang oft Infrage gestellt hat. Aber das hat uns zusammen geschweißt. Ich Möchte sie um nichts auf der Welt missen. Sie ist ein Traum von Hund.

  • Ich wünschte, alle würden sich im Vorfeld diese Gedanken machen. Leider scheint es aber nur eine Minderheit zu sein, die sich ernsthaft vor der Anschaffung eines Hundes mit diesen Themen auseinandersetzen.

  • Wir haben uns seit vielen Jahren einige Gedanken darum gemacht, ob unser Leben und insbesondere auch der Alltag einen Hund erlauben. Uns war wichtig, uns den Herzenswunsch nicht aus einer Laune oder Langeweile heraus zu erfüllen. Ein Hund hat als Familienmitglied ein Recht und den Anspruch darauf, dass man ihn ernst nimmt und auch seinen Bedürfnissen gerecht wird. Dazu gehört unserer Meinung nach auch, Plan B in der Schublade zu haben, wenn unerwartete Probleme in der Familie/im Rudel auftauchen, jemand plötzlich ins Krankenhaus muss etc.
    Unser Sohn war vor vier Jahren dann unserer Meinung nach auch alt genug, tatsächlich Mit-Verantwortung für einen Hund zu übernehmen - und das nicht nur ein paar Wochen, so lange die erste Euphorie noch da ist....
    Wir haben uns in der Familie oft und intensiv abgesprochen, diskutiert, welche Rasse zu uns passt - wie groß ein neues Familienmitglied mindestens und höchstens sein darf und welche "Beschäftigungsmöglichkeiten" wir ihm bieten können, damit er/sie sich nicht zuhause "selber beschäftigt", wenn wir nicht da sind. Insbesondere als Ersthunde-Besitzer haben wir uns mit Bedacht für eine Hundeschule entschieden, die uns zusagte, selbst als unser Welpe noch nicht eingezogen war.
    Wir haben uns tatsächlich sehr ausführlich über Rassen belesen und sind heute sehr froh, dass wir uns als Ersthunde-Besitzer für den Labrador entschieden haben. Wir haben neben den grundsätzlichen Sparziergängen mit dem Mantrailen eine tolle Beschäftigung für unsere Labrador-Hündin und uns gefunden. Zudem haben wir von Anfang an Wert darauf gelegt, dass unsere Hündin auch lernt, eine gewisse Zeit zuhause alleine zu sein, zur Ruhe zu kommen und nicht die Wohnung auseinander zu nehmen vor Langeweile, wenn wir nicht da sind.
    Unsere Hündin wird Anfang Mai vier Jahre alt - inzwischen könnten wir uns mit dieser Erfahrung auch vorstellen, einer weiteren Fellnase ein Zuhause zu geben.

  • Ich bin durch meine Frau auf den Hund gekommen. Ich liebe die beiden über alles - wäre ich alleine könnte ich mir das durch meine Schicht nicht erlauben, meine Frau übernimmt den Großteil auch mit unsrem kranken Hund. Man sollte immer schauen ob man dem Hund Zeit und Geld technisch gerecht werden kann. Beim TA kommen schon mal ein paar hunderter zusammen

  • Mein erster Hund ist ein Chihuahua, er ist mittlerweile sieben Jahre bei mir. Er kam mit 13 Wochen zu mir. Vor dreieinhalb Jahren kam unser Aussie Bailey dazu. Er ist leider eine ziemliche Baustelle. Allergie, HD, chronische Durchfälle. Man sollte sich immer vorher im Klaren sein was ein Hund kostet und wie viel Zeit er benötigt.

  • Ich finde es gut dass ihr kritische Fragen ansprecht. Ich finde es gehört aber nicht nur die Zeit für das Gassi gehen dazu, sondern auch die Zeit um sich fortzubilden. Wie ist die Körpersprache meines Hundes, welche Bedürfnisse und Hobbies hat mein Hund, wie können wir ein harmonisches Leben führen bei denen beide Erwartungen, meine und die meines Hundes, weitestgehend erfüllt werden können?

  • Ein sehr guter Artikel. Es wäre toll gewesen wenn noch ein Absatz über Tierschutzhunde aus dem Ausland dabei gewesen wäre. Leider setzen viele Menschen sich nicht damit auseinander, dass ein Hund aus dem Auslandstierschutz oftmals viele Probleme mitbringt. Es können kleinere oder größere sein, das weiß man vorher leider nicht genau. Wenn dann Erfahrung oder der Wille fehlt gemeinsam zu wachsen, landen die Hunde oftmals als Rückläufer wieder beim Verein. Mit ganz viel Pech, auch öfter als 1 oder 2 mal.

  • Unser 1. Labrador ist mehr zufällig zu uns gekommen: der Bäcker aus dem Dorf hatte Welpen und quasi beim „Brötchen holen“ war es um uns geschehen... unsere Emma war 13 Jahre an unserer Seite und als sie nicht mehr da war, war sofort klar: ohne geht nicht, es muss wieder ein Labbi sein! Nun lebt wieder ein Labbi bei uns, er ist elf Wochen alt und gerade erst bei uns eingezogen! ?

  • Ich hatte schon mal einen Hund. Meine erste Hündin musste ich am 17.07.2019 über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Mir war schnell klar das ich erst einmal Zeit brauche bis wieder ein Hund bei mir einziehen wird. Auch war mir klar das es ein Welpe sein soll der dann bei mir einzieht. An Weihnachten 2019 habe ich gemerkt das es ohne Hund einfach nicht mehr geht. Ein Hund hat mir sehr gefehlt. Idefix war überall mit dabei war beim Baum schmücken mit dabei. Die Spaziergänge alleine wurden immer seltener bis ich sie ganz eingestellt habe. Zwischen den Jahren habe ich mit meinen Eltern geredet das wieder ein Hund einziehen soll. Sie waren einverstanden . Da es ein Parson Russell Terrier werden sollte habe ich nach Welpen Ausschau gehalten. Mitte Februar 2020 war es soweit ich hatte einen Welpen gefunden und sofort einen Besuchstermin vereinbart. Am 22.02.2020 sind wir hingefahren und konnten Timmy sofort mitnehmen. Das war der schönste Tag in meinem Leben. Ich war sooooo glücklich das endlich wieder ein Vierbeiniger Freund bei mir einzieht. Seitdem haben wir schon sehr viele Abenteuer zusammen erlebt. Ich möchte keinen Tag mehr mit Timmy missen. Er ist mein ein und alles. Auch hilft er mir sehr viel im Alltag z.Bsp. hebt er Dinge vom Boden auf und legt sie mir in die Hand. Da der Vorgänger Idefix ein Parson Russell Terrier Mischling war kenne ich mich sehr gut mit der Rasse aus und in Urlaub wird Timmy mich immer begleiten sobald Urlaub wieder möglich ist.
    Timmy würde sich über eine Bili Matte freuen, da er schon eine Kudde to go von seinem Vorgänger Idefix vererbt bekommen hat.

  • Toller und sehr informativer Bericht. Ja man sollte vorher genau überlegen und alles abwägen ob es der richtige Zeitpunkt ist für einen Hund. Unser Matteo ist ein Tierschutz Hund und kommt aus Rumänien. Er ist ein kleiner Chihuahua Mischling. Gesehen und direkt ins ❤️ geschossen und verliebt. Matteo kam nach 36 Stunden Trapo Fahrt hier an. Voller Vorfreude warteten wir auf ihn. Ein kleiner verängstigter kleiner Mann wurde mir in den Arm gelegt, mir schossen gleich die Trönen in die Augen. Ein unvergesslicher Moment. Seitdem bereichert Matteo tagtäglich unser Leben. Ein ruhiger, fröhlicher , Lustiger , liebevoller kleiner Mann, der ganz schnell mein kleiner Seelenhund wurde. Er wird im Mai 4 Jahre und keinen Tag möchte ihn mehr missen. Vor ca . 1 Jahr hing sein Leben am seidenen Faden, vermutlich Vergiftung. Für uns ist es immer noch ein Wunder das er es geschafft hat und wir ihn wieder wohlbehalten in unsere Arme schließen konnten . Dank unserer so kompetenten und liebevollen Tierärztin.
    Immer und immer wieder würden wir einen Tierschutzhund aus Rumänien adoptieren.

  • Ein Hund ist eine sehr große Verantwortung, die viel Zeit und oft auch Geld kostet. Einem muss es klar und bewusst sein, wie viele Aufgaben und manchmal auch Einschränkungen hinter einer Mensch-Hund Beziehung stehen.
    Die Liebe, die man von seinem Hund bekommt, kann man aber mit nichts vergleichen.

  • Unsere Hündin ist Ende Oktober 2020 eingezogen - 3 Jahre alt, saß bereits im Welpenalter im Shelter in Rumänien. Mit knapp 2,5 Jahren kam sie nach Deutschland, hier lernten wir sie nach 3 Monaten auf einem Tierschutzhof kennen und nach einer 4 wöchigen Kennenlernzeit durfte sie nach erfolgreicher Vorkontrolle einziehen. Mein Freund und ich hatten beide einen Welpen aus Hobbyzucht als Ersthund, beide sind 15 Jahre geworden. Nach drei Jahren ohne Hund haben wir unsere Lebensumstände (vorrangig Job und Wohnung) so angepasst, dass wieder ein Hund einziehen kann und vor allem, dass das auch nach der Pandemie so bleibt ;) Die aktuelle Situation ist für uns grad eher zufällig ein Segen, weil noch mehr Zeit für sie vorhanden ist
    Wir haben uns beide bewusst für einen erwachsenen Hund entschieden, der aus dem Tierheim bzw. Tierschutz kommt. Jedem muss klar sein, dass diese Hunde bereits ihr Päckchen mitbringen. Unsere Lennja (braun weißer Border-Mix mit kurzem Fell) kennt nicht viel, muss an alles behutsam herangeführt werden, ist grundsätzlich erst einmal sehr vorsichtig bis ängstlich. Es ist etwas ganz anderes einen Welpen zu erziehen als einen ängstlichen Hund, der sich beim Lernen gerne mal selbst im Weg steht. Zeit und vor allem Geduld ist hier das A und O. Die Umstände müssen passen, um solch einem Wesen die nötige Aufmerksamkeit zu geben. Und man darf nicht aufgeben, wenn es mal wieder ein paar Schritte rückwärts geht. Aber es lohnt sich und wir würden es genauso wieder tun. Es ist wunderbar zu sehen, wie sie sicherer wird, wie sie Alltagssituationen besser meistert, wie sie mehr und mehr ankommt und aufblüht.

  • Ich habe lange überlegt einen Hund in unsere Familie zu holen. Der Hund sollte während meiner Arbeitszeit nicht zu lange allein sein. Da ich im Kindergarten arbeite, kam die Idee einen Pädagogischen Begleithund auszubilden und mit auf die Arbeit zu nehmen. Meine Kollegen und Vorgesetzten waren einverstanden und meine Tibi Hündin bereichert nun seit 3,5 Jahren unser Familien- und Arbeitsleben. Es ist toll wenn man seinen Hund mit zur Arbeit nehmen kann... Vor der Anschaffung eines Tieres muss man sich genau Gedanken machen, ob genug Zeit für das Tier da ist. Auch ob die Rasse zu den Bedürfnissen der Familie passt, ist ein sehr wichtiger Punkt. Dieses wird leider nur all zu oft nicht gemacht und nur nach Aussehen der Hunde zu gehen...

  • Sehr guter Beitrag. Viel zu oft wird nur nach dem Aussehen eines Hundes ausgesucht!
    Und dann landen die armen Seelen durch Überforderung der Halter im Tierheim. Oder fristen ein nicht artgerechtes , rassespezifisches Leben.

  • Ich finde es erschreckend was derzeit auf dem Welpenmarkt los ist. Mischlinge kosten ab 1500 Euro aufwärts und es werden ständig neue Rassen erfunden. Ich befürchte, die Tierheime sind bald voll, weil sich viele nicht genug getan Gedanken machen. Wir haben seit 1997 Hütehunde in der Familie. Einfach sind sie nicht, da muss man sich vorher gut informieren.

  • Aus eigener Erfahrung weiß ich was es bedeutet sich alleine um einen Hund zu kümmern.
    Man darf nicht unterschätzen was ein Hund an Zeit benötige und was er kostet. Aber diese bedingungslose Treue ist unbeschreiblich die man erfährt wenn man sich einen Hund holt. Für mich gibt es seit Jahren nur noch ein wir. Ohne meinen Hund gehe Ich nirgends mehr hin und kann er nicht mit, dann kann ich leider nicht.
    Habe 2 Jahre nach dem perfekten Hund im Tierheim für mich gesucht.

  • Ich wollte immer einen Hund... dann habe ich mir einen Hund zum Probewohnen von Bekannten geliehen. Nach 3 Wochen wollte ich keinen eigenen mehr haben. Zu viel Verantwortung und Arbeit die ich einfach unterschätzt habe. Mittlerweile gehe ich ab und zu mit den Nachbarshunden Gassi/Joggen. Ich habe keine Verpflichtungen und gebe den Hund am Ende des Tages einfach wieder ab. Damit bin ich zufrieden und helfen meinen Nachbarn.

  • Der Artikel beschreibt kurz und knackig worauf man achten sollte. Grade in der Momentanen Zeit nicht verkehrt!

  • Ich beschäftige mich seit meiner Kindheit mit den verschiedenen Hunderassen und allem, was mit Hunden zu tun hat. Vielen, vielen Dank für den informativen Beitrag, den hoffentlich viele Leute, die sich erst wenig mit den Bedürfnissen von Hunden beschäftigt haben (insbesondere die vielen Interessierten seit "Corona"!) diesen Artikel lesen und sich zu Herzen nehmen!

  • Mein Hund und ich haben lange gebraucht ehe ich ihn aus dem Tierheim mitnehmen durfte. Er hatte damals kein Vertrauen/nur schlechte Erfahrungen mit Menschen. 2 Wochen lang bin ich täglich hin. Mittlerweile ist er nicht mehr wegzudenken. Er hat mich bereits in einer unschönen Begegnung souverän beschütz ohne das ich es ihm je beigebracht habe.
    Dieses Vertrauen was wir uns gegenseitig geben ist unbeschreiblich.
    Allerdings darf man nicht vergessen was ein Hund Kostet und wie viel Zeit er benötigt.
    Bitte denkt auch nach Corona daran das ein Hund nicht lange alleine bleiben will.

  • Vielen Dank für diesen tollen Bericht.

  • Vielen Dank für diesen Beitrag.
    Ich hoffe, dass viele Fellnasen ein glückliches zu Hause finden. Ich liebe meinen Rüden über alles.
    Habe ihn mit meiner damaligen Freundin bei mir aufgenommen und er ist nun seit vielen Jahren mein treuer Begleiter. Genieße jeden Moment mit ihm.

  • Vielen Dank für diesen tollen Beitrag.
    Ich hoffe, dass sich jeder, der sich eine Hund anschafft dieser Verantwortung bewusst ist.
    Vom Welpen- bis ins Seniorenalter...
    Unser Hund begleitet uns auch schon eine lange Zeit und er ist immer und überall mit dabei...

  • Ich empfehle jedem sich im Vorwege gut über Rassen zu informieren, bei Mischlingen auch mal das Geld für eine Rassebestimmung in die Hand zu nehmen (kostet zum Glück heutzutage nicht mehr zuviel Geld). Erklärt dann auch manchmal so manches Verhalten (eigene ERfahrung). Derzeit haben wir einen Deutschen Jagdterrier aus dem Tierheim (war eine Sicherstellung vom Amt). Wie gut das wir schon vor Jahren uns mit den verschiedenen Rassen beschäftigt hatten und mit unseren vorigen Hunden auch immer Hundeschule gemacht haben. Dieser kleine Hund in die falschen Hände und er wäre Dauergast im Tierheim geworden und nicht vermittelbar.

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