Faultiere: eine liebenswerte Art, die wir schützen müssen

Faultiere: eine liebenswerte Art, die wir schützen müssen

Faultiere leiden aufgrund ihrer Niedlichkeit unter zu viel Aufmerksamkeit. Viel lieber würden sie einfach nur im Urwald leben. Wer gern mal ein Faultier im Arm halten möchte, kann das jetzt mit unserem Spieltier Fauli tun. Und sich dabei noch für die Rettung der Faultiere in Surinam einsetzen.
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Faultiere sind in, guckt man auf Instagram, gibt es unzählige Selfies mit dieser bedrohten Art. Ja, diese zahnarmen, mit Ameisenbären und Gürteltieren verwandten, Säugetiere sind aber auch zu niedlich. Und niemand ahnt, dass das vermeintliche Lächeln der Wildtiere an schlaffen Gesichtsmuskeln liegt. Grund zur Freude haben Faultiere nicht, wenn man sie in den Arm nimmt, um mit ihnen zu posieren. Heute müssen Faultiere dringend geschützt werden, auch wenn noch nicht alle der sechs noch lebenden Arten zu den gefährdeten Arten auf unserer Welt gehören.

Mittlerweile gibt es bereits den Weltfaultiertag am 20. Oktober, um mehr auf die bedrohten Tiere aufmerksam zu machen. Und unzählige Funds, die sich über Spendenfinanzierung der Rettung von Faultieren verschrieben haben. Eine dieser Organisationen unterstützen wir gern. Von jedem verkauften Spieltier FAULI fließt ein Euro an den Stg Green Heritage Fund Suriname, die einzige Faultierrettungsstation in Surinam, erschaffen von Faultierschützerin Monique Pool. Oder wie Faultier Sid aus Ice Age frei übersetzt sagen würde: „Money, Money, Money“ für einen guten Zweck.

 

Die Faultiere in Surinam leiden unter legaler Abholzung

Surinam, wo ist das überhaupt? Grob gesagt ist das ein kleiner Staat im Norden von Südamerika mit etwas über einer halben Million Einwohnern, die vorwiegend in der Hauptstadt namens Paramaribo leben. Ansonsten beherrscht überwiegend ein wild wachsender Urwald das Landschaftsbild – ein perfekter Ort für Faultiere, um so richtig abzuhängen. Ob mit zwei Fingern oder drei Fingern, hier lässt es sich im Urwald gut leben. Leider ist jedoch auch Surinam von Abholzungen betroffen. Bis zu sieben Prozent des Regenwalds darf hier für behördlich erlaubte Bauprojekte gerodet werden.

Das Problem für die Faultiere: sie sind zumeist sehr an das Nahrungsangebot in ihrer Region angepasst und lernen schon als Junges, was sie fressen dürfen. Das macht eine Umsiedlung tiefer in den Urwald schwierig. Ach ja: dass die Faultiere als faul und träge angesehen werden, liegt übrigens an ihrem speziellen Stoffwechsel, bei dem zwischen der Nahrungsaufnahme und dem Nahrungsausscheiden durchaus eine Woche vergehen kann. Die vermeintliche Trägheit hat den Vorteil, dass sie sich so für Feinde wie Schlangen, Jaguare und Adler tarnen und obendrein Energie sparen, was bei energiearmen Blättern als Hauptnahrungsquelle durchaus ratsam ist.

Was Faultiere zudem mit unseren Lieblingen, den Hunden gemein haben? Beide schlafen gern und viel. Das Faultier sogar meist mehr als zwei Drittel des Tages.

 

 

Ein Faultier als Haustier oder Selfie-Motiv ist ein No-Go

Hättest du das gewusst: vor rund 10.000 bis 20.000 Jahren lebte sogar ein Riesenfaultier auf unserer Erde. Es war in etwa so groß und schwer wie ein Elefant heute. 2020 gibt es nur noch sechs Faultier-Arten auf der Welt (es gab mal 100), meist rund 60 cm groß und ca. fünf bis sechs Kilogramm schwer. Das Dreifinger-Zwergfaultier ist bereits vom Aussterben bedroht und das Dreifinger-Kragenfaultier gilt als gefährdete Art. Warum unterscheidet man überhaupt Zweifinger- und Dreifinger-Faultiere? Ganz einfach, weil es zwei Arten mit zwei Fingern vorne und vier Arten mit drei Fingern an den vorderen Extremitäten gibt. Hinten besitzen alle Arten gleichermaßen drei Zehen.

Trotz der Gefährdung gibt es heutzutage Menschen, die Faultiere gern als Haustiere halten. Weil sie sie niedlich finden oder vor Freunden angeben möchten. Ein Trend, der den Wildtieren nicht bekommt. Gefangenschaft ist für die süßen Urwaldbewohner ein Todesurteil, das nach vorheriger Erkrankung fast immer unvermeidlich ist. Einige der Bewohner der Faultierrettungsstationen sind dementsprechend ehemalige Haustiere, die von Besitzern nach Anzeigen durch Nachbarn aus Angst vor Strafe abgegeben wurden. Ebenfalls kaum zu fassen: Faultiere stehen sogar auf der Speisekarte einiger Menschen.

Auch die online kursierenden Selfies mit Faultieren oder Faultierbabys mögen niedlich sein, sind für die Tiere jedoch kein Spaß. Wann immer du im Urlaub ein Faultier für ein Selfie hingehalten bekommst, lehne es dankend ab und melde es lieber den örtlichen Behörden.

 

Die Faultierrettungsstation in Surinam gibt es seit 2005

Eigentlich ist Monique Pool Übersetzerin und macht das heute auch weiterhin. Primär kümmert sie sich jedoch mit Leidenschaft um Faultiere und Ameisenbären und andere bedrohte Arten in Surinam. Junge Tiere, die ihre Mutter verloren haben, päppelt sie mit der Babyflasche auf, um sie wieder auszuwildern, wenn sie kräftig und groß genug sind, bevorzugt in der Region des Saramacca Flusses. Dabei muss jede Region gut gewählt werden, denn Faultiere sind abgesehen von der Paarung und Kinderaufzucht Einzelgänger. Da mittlerweile gut zwei bis vier Tiere pro Woche errettet werden müssen, muss jeder Platz zum Auswildern gut gewählt sein. Soviel Engagement unterstützen wir von SABRO gern. 

 

Das Hunde Spieltier Fauli: ein Faultier, das Gutes tut

Unser Plüsch-Faultier Fauli guckt so niedlich wie das Original und trägt gern zur Rettung seiner echten Artgenossen bei. Von jedem verkauften Exemplar spenden wir von SABRO einen Euro an die Faultierrettungsstation von Monique Pool. Mit den langen Schlenkerarmen ist es ideal für jeden Hund, ein toller Spielkamerad und ein super Geschenk für befreundete Hundebesitzer.

Wir hoffen, dass Fauli viele neue Freunde findet und damit viel Gutes in Surinam bewirken kann. Und klar, für ein Selfie ist Fauli natürlich ebenfalls bestens geeignet.

 

Wie gefällt dir unser Fauli? Für welche bedrohte Tierart setzt du dich gern ein? Vielleicht das Pangolin? Verrate es uns in den Kommentaren.

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